Anmerkungen:
- Arabisch ist die Sprache, in der der Qur’an offenbart wurde.
- Allah ist der Eigenname von Gott in arabischer Sprache.
- Im Wesentlichen bestätigst du also aus Überzeugung, dass Gott der einzig wirklich Anbetungswürdige ist und dass Muhammad (und sonst niemand nach ihm) entsandt wurde, um uns beizubringen, wie wir Gott richtig dienen. Aus diesem Grund verehren wir Muslime Muhammad und seine Lehren – während wir gleichzeitig anerkennen, dass er ein Mensch ist und nicht göttlich.
Eine ausführlichere Erklärung:
Das Wort “Muslim” bedeutet “Gottergebener”, also jemand, der sich dem Willen Gottes hingibt, egal welcher Nationalität oder ethnischen Zugehörigkeit er oder sie ist. Muslim zu werden ist eine simple Angelegenheit, die keine Voraussetzungen erfordert. Man könnte alleine im Privaten konvertieren oder im Beisein anderer.
Wenn jemand wirklich Muslim werden will, überzeugt ist und einen starken Glauben hat, dass der Islam die wahre Religion von Gott ist, dann ist alles, was diese Person tun muss, die “Schahada”, das muslimische Glaubensbekenntnis, aufzusagen. Und zwar ohne zu zögern. Die “Schahada” ist die erste und wichtigste Säule der fünf Säulen im Islam.
Nachdem man einzig und allein für die Zufriedenheit Gottes dem Islam beigetreten ist, werden einem alle vergangenen Sünden vergeben und man startet ein neues Leben in Gottesbewusstsein und Rechtschaffenheit. Der Prophet erklärte dies einer Person, die als Bedingung für die Annahme des Islams Sündenvergebung verlangt hatte:
“Wusstest du denn nicht, dass das Annehmen des Islams alle vergangenen Sünden löscht?”
Der Prophet Muhammad ﷺ
Wenn man den Islam annimmt, dann entfernt man sich bereuend von falschen Gepflogenheiten und Überzeugungen des früheren Lebens. Man muss sich also nicht von den Sünden überwältigen lassen, die vor der Annahme begangen wurden. Man hat eine weiße Weste und es ist so, als wäre man gerade auf die Welt gekommen. Man sollte so gut wie möglich versuchen, diese Weste weiß zu halten und danach streben so viele gute Taten wie möglich zu tun. Der Qur’an und die Hadithe (prophetische Aussagen) betonen, wie wichtig es ist, dem Islam zu folgen. Gott sagt:
“Gewiss, die Religion ist bei Allah der Islam.” Der Qur’an 3:19
In einem anderen Vers des edlen Qur’an sagt Gott:
“Wer aber als Religion etwas anderes als den Islam begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören.” Der Qur’an 3:85
Eine andere Aussage von Muhammad (Friede sei auf ihm), dem Propheten Gottes, besagt:
“Wer bezeugt, dass es keinen anbetungswürdigen Gott gibt außer Allah, Der keinen Partner hat und dass Muhammad Sein Diener und Prophet ist und dass Jesus der Diener von Gott, Sein Prophet und Sein Wort[1] ist, das Er Maria zuteil werden ließ, und ein Geist, erschaffen von Ihm, und dass das Paradies wahr ist und dass das Höllenfeuer wahr ist, den wird Gott letztendlich das Paradies betreten lassen, gemäß seiner Taten.” Sahih Al-Bukhari
Der Prophet Gottes, möge Gottes Segen und Barmherzigkeit auf ihm sein, erklärte ebenfalls:
“Gott hat das Höllenfeuer dem verboten, der sagt: “Ich bezeuge, dass keiner das Recht besitzt, angebetet zu werden, außer Allah (Gott)”, und dabei das Angesicht Gottes anstrebt.”
Das Glaubensbekenntnis (Schahada)
Um zum Islam zu konvertieren und Muslim zu werden, muss eine Person die Schahada aus Überzeugung und im Bewusstsein der Bedeutung aussprechen:
Ich bezeuge “La ilah illa Allah, Muhammad rasuulu Allah.”
Die Bedeutung dieses Satzes ist:
“Ich bezeuge, dass es keine anbetungswürdige Gottheit gibt, außer Allah und dass Muhammad ein Gesandter (Prophet) von Gott ist.”
Glaubensbekenntnisse
Wenn jemand das Glaubensbekenntnis aus Überzeugung ausspricht, dann wird er/sie ein Muslim. Das kann man alleine machen, es ist aber viel besser, wenn du uns kontaktierst, damit wir dir bei der Aussprache behilflich sein können und dir weitere wichtige Ressourcen für neue Muslime anbieten können.
Der erste Teil des Bekenntnisses besteht aus der wichtigsten Wahrheit, die Gott der Menschheit offenbart hat: Dass es nichts Göttliches oder Anbetungswürdiges gibt, außer dem Allmächtigen Gott. Gott sagt im edlen Qur’an:
Und Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, dem Wir nicht (die Weisung) eingegeben hätten: „Es gibt keinen Gott außer Mir, so dient Mir!“ Der Qur’an, Kapitel 21, Vers 25
Diese Aussage vermittelt, dass alle Formen der Anbetung, sei es Beten, Fasten, Bittgebete sprechen, Schutz suchen oder anderes, für Gott sein müssen. Und zwar für Gott allein. Das Durchführen jeglicher Form der Anbetung für jemanden oder etwas außer Gott (sei es ein Engel, ein Gesandter, Jesus, Muhammad, ein Heiliger, ein Götze, die Sonne, der Mond, ein Baum) wird als Widerspruch gegenüber der fundamentalen Botschaft des Islams betrachtet und ist eine unverzeihbare Sünde, außer sie wird bereut bevor man stirbt. Alle Formen der Anbetung müssen direkt auf Gott allein ausgerichtet sein.
Mit “Anbetung” ist die Ausführung von Taten und Aussagen gemeint, die Gott zufriedenstellen. Dies können Dinge sein, zu denen er uns verpflichtet oder zu deren Ausführung er uns motiviert und wir lernen dies durch die Quellentexte oder Analogieschlüsse. Daher ist Anbetung nicht nur auf die Implementierung der fünf Säulen des Islams beschränkt, sondern beinhaltet jeden Aspekt des Lebens. Die Familie zu ernähren oder auch etwas Nettes zur Aufmunterung zu sagen, werden ebenfalls als Akt der Anbetung betrachtet, wenn sie getan werden, um die Zufriedenheit Gottes zu erlangen. Damit also die Taten akzeptiert werden, müssen alle Akte der Anbetung aufrichtig für die Zufriedenheit Gottes verrichtet werden.
Der zweite Teil des Bekenntnisses bedeutet, dass der Prophet Muhammad der Diener und der auserwählte Gesandte von Gott ist. Dies impliziert, dass man die Befehle des Propheten zu befolgen und auszuüben hat. Man muss glauben, was er gesagt hat. Man muss seine Lehren praktizieren. Und man muss vermeiden, was er verboten hat. Man muss also Gott allein auf die Art und Weise anbeten, wie er es uns lehrte. Denn alle Lehren des Propheten sind auch eine Art Offenbarung und von Gott eingegebene Inspirationen.
Man versucht also sein eigenes Leben und seinen Charakter entsprechend dem Vorbild des Propheten zu gestalten und ihm nachzueifern, da er als lebendiges Vorbild für alle Menschen entsandt wurde. Gott sagt:
Und du bist wahrlich von großartiger Wesensart. Der Qur’an, Kapitel 68, Vers 4
Gott sagt auch:
Ihr habt ja im Gesandten Allahs ein schönes Vorbild, (und zwar) für einen jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und Allahs viel gedenkt. Der Qur’an, Kapitel 33, Vers 21
Den zweiten Teil der Shahada wirklich umzusetzen, bedeutet, seinem Vorbild in allen Bereichen des Lebens zu folgen. Gott sagt:
Sag: Wenn ihr Allah liebt, dann folgt mir. Der Qur’an, Kapitel 3, Vers 31
Wir heißen dich herzlich im Islam willkommen und gratulieren dir zu deiner Entscheidung. Du bist nun ein Muslim. Was passiert als nächstes? Wo gehst du von hieraus hin? Schau dir unser BNM Projekt an, das darauf abzielt, neue Muslime willkommen zu heißen, sie zu stärken und ihnen Bildung anzubieten.